Die eine Sache, die aus einem Psychopathen einen Helden machen kann

 

Mit dem Etikett „Psychopath“ verbinden wir in der Regel nicht gerade etwas Positives. Horrorfilme, Horrorromane, Horrorpolitiker – das sind die Assoziationen.

Aber was macht eigentlich einen echten Psychopathen aus?

Fehlen von Mitgefühl und Empathie, selbstbezogenes Verhalten und Durchsetzungsvermögen sollte man schon mitbringen, aber auch ein gehöriges Maß an manipulativem Verhalten, am besten gepaart mit Charme. Dann hat man gute Chancen, ein echter Psychopath zu sein.

So weit. so schlecht.
Ein ganz neues Schlaglicht auf die Psychopathie bietet uns eine aktuelle Studie der Uni Bonn. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass nicht alle Psychopathen ihre unmittelbare Umwelt (oder die ganze Welt) in Schutt und Asche legen. Die Wissenschaftler um Prof. Gerhard Blickle unterscheiden in ihrer Untersuchung eine „toxische“ und eine „gutartige“ Form von Psychopathie. Bei der toxischen Variante leiden alle unter dem Psychopathen, auch sein Arbeitsumfeld, für das er sich trotz anfänglicher Erfolge als schädlich erweist.
Die gutartige Form dagegen zeichnet sich durch eine „furchtlose Dominanz“ aus und stellt sowohl die mangelnde Angst als auch die Durchsetzungsfähigkeit in den Dienst einer „guten Sache“. Als Beispiele werden Krisenmanager und Notfallärzte genannt.
Politiker, die die Welt retten, anstatt sie ins Unglück zu stürzen, sind nicht erwähnt.

Über die Häufigkeit „gutartiger“ Psychopathen sagt die Studie nichts, beantwortet aber die wichtigste Frage, die sich hier stellt:

Wie wird aus einem Psychopathen ein Held des Alltags?

Antwort: Durch BILDUNG!

Furchtlose Dominanz wird zum Problem, wenn sie bei ungebildeten Menschen auftritt. Ein hohes Bildungsniveau dagegen kann alles zum Guten wenden.

Mit der nötigen Intelligenz und einer erfolgreichen Bildungskarriere können aus potentiell gefährlichen Psychopathen also engagierte Kämpfer für ein richtiges Ziel werden.

Wenn das kein Anlass ist, hier und anderswo gegen die fortschreitende und von manchen gewollte Verblendung der Menschen vorzugehen und das scharfe Schwert der Bildung als Waffe gegen alles rückwärts Gewandte und bewusst Verdummende ins Feld zu führen!

Peter Teuschel

Hier die Pressemitteilung der Uni Bonn zu der Studie

Beitragsbild: nito – Fotolia.com

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